Erhaltung und Zucht

Meine kleine aber feine Zucht umfasst für die kommende Brutsaison 2016, 15 Paare. Neben der Einhaltung des Zucht-Standards, lege ich besonderen Wert auf die Züchtung einer robusten Taube, die ohne vorbeugende Medikamenteneingabe auskommt. 


 

Ebenso habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, das Kopfprofil samt der Schnabelsubstanz zu verbessern. Schaut man sich den Standard an und vergleicht die Zeichnung mit den oft gezüchteten Tauben, so kann man einen deutlichen Unterschied erkennen (zu lange Schnäbel, wenig Schnabelsubstanz oder eine teilweise mangelnde Bogenlinie zwischen Stirn und Schnabel). Dem möchte ich entgegenwirken.

 


Fütterungs-Tips

Ich füttere ein Körnergemsich von der Firma Versele-Laga. Einmal die Woche wird die Körnermischung mit Entrobac angereichert, wobei Weizenkeimöl für die Haftung sorgt und viel Vitamin E enthält (das Fruchtbarkeits-Vitamin)! Nicht zu vergessen sind Grit, Rotstein und andere Zusätze wie kleine Sämereien. Taubenstein den ich mit Heilerde mische, wird täglich erneuert. Das Trinkwasser bleibt bis auf einige gelegentliche Vitamin-Gaben ohne Zusätze.

Sauberkeit

"Zu viel Hygiene schadet den Tauben"... ein Satz den man von einigen Züchtern des Öfteren zu hören bekommt. Doch was ist ein "Zuviel"?

Eine Entschuldigung für mangelnde Takraft mit Besen und Kehrblech umzugehen? Denn mal ehrlich, wer nach einer gründlichen Reinigung und nur wenige Sunden später den Schlag betritt, der findet schon wieder eine Vielzahl von neuem Kotabsatz vor. Eine absolute Sauberkeit wird nicht erreicht, dennoch ist die entscheidende Frage wann ein viel zu viel wird! Berge von oberflächlich trocken erscheinendem Taubenmist beinhalten nach wenigen Zentimetern eine recht feuchte Schicht, die ein Hort für Erreger darstellt.

 

Solche Zustände nicht tragbar und auch nicht schönzureden. Einmal pro Woche ist bei mir eine gründliche Schlagreinigung Pflicht!


              Zucht ist - was Du daraus machst!


Aus der Presse...  (Geflügelzeitung 21/2014)

Mein Leserbrief, der in der Geflügelzeitung veröffentlicht wurde, hat für einigen Leserstoff gesorgt. So bekam ich Leserbriefe und auch direkte Anrufe von Lesern, denen ich ausnahmslos "aus der Seele sprach". Viele haben selbige Erfahrungen machen müssen.

 

Mein Ziel war es, neben meinen geschilderten Erfahrungen auf sachlicher Art und Weise, zu einem Umdenken anzuregen.

 

Vereinsleben und Gemeinsamkeiten, die auf freiwilliger Basis eines Jeden begründen, sollten gleichwertig diskutiert werden dürfen. Und dabei spielt Alter, Herkunft und Beruf keine Rolle, hier sind alle Geflügelzüchter und Kollegen, nicht mehr und nicht weniger.