01.April und kein Scherz - fast flügge Jungtauben!

 Die ersten jungen Tauben stehen vor dem Absetzen und lassen bereits einige Qualitäten erahnen, vorrausgesetzt, dass nach der Mauser auch die Farbe passen wird.

 

 

Vorstellen möchte ich dabei ein F3 Jungtier (die folgenden Bilder im Kopfportrait), welches bereits eine gute Schnabelsubstanz zeigt und eine schöne dunkle Schwanzbinde bzw. befinden sich darunter auch keine Aufhellungen mehr. Und das auch schon vor der Mauser!

 

 

Des Weiteren einige Bilder der übrigen Jungtiere.

 

Viel Spaß beim ansehen der Bilder!

 

 


März 2017 - der erste Nachwuchs ist da!

Aktueller Stand: 09.03.2017 - 17 Jungtiere und damit ein guter Einstieg für eine relativ kleine Zucht.

 

Entscheidend für mich ist, und das nach wie vor, die Qualität der Elterntiere und nicht eine Masse an Zuchtpaaren. Wobei die genannte Qualität sich natürlich am aktuellen Stand der Zucht misst und es immer noch besser werden kann/soll!

 

Es macht einfach Freude jede einzelne Taube zu kennen, den Schlag zu betreten und die jeweiligen Verhaltensweisen (welche sich sogar in besonderen Eigenarten zeigen können), zu bewundern.

Da gibt es z.B. die sonst so scheue Taube, die während der Zucht aber am eifrigsten ihre Jungen verteidigt oder den Täuber, der beim Betreten des Schlages sofort in seine Zelle verschwindet. Also alles das, was über das eigentlich angestrebte Zuchtziel (gute Bewertungen zu bekommen) noch hinausgeht und uns Züchter das ganze Jahr über Freude bereitet.

 

Derzeit bleibt erstmal abzuwarten, wie sich die Jungen entwickeln werden. Demnächst folgen dazu weitere Bilder.

 


Zuchtsaison 2017 hat begonnen!

Etwas eher als geplant, habe ich nun meine Paare auch über das Papier hinaus, zusammengepaart.

 

Neben der üblichen Zuchtvorbereitung, also das Mischfutter mit Gerste zu strecken (um einer Verfettung vorzubeugen), habe ich es etwa eine Woche vor dem eigentlichen Verpaaren erneut umgestellt. Mit dem Ziel, den Nährwertgehalt deutlich zu verbessern. Einige dazu gegebene Haferflocken und eine Anreicherung mit Weizenkeimöl, bewirken dabei ein wahres Stimmungs-Wunder!

 

Nach etwa 3 Tagen mit einem fast stündlichem Hinsehen, haben sich nun auch die größten "Streithähne" unter den Tauben gefügt und ihre Zellen samt Partner akzeptiert.

 

Nun gilt es wieder hoffnungsvoll in das neue Zuchtjahr zu schauen!


Zu Gast in Weinheim

Züchterbesuche, sie gehören mit dazu, denn die Pflege freundschaftlicher Kontakte, egal wie weit man voneinander entfernt wohnt, sind das A und O in unserem gemeinsamen Hobby.

 

Und so war auch die vier Stündige Autofahrt zu dir lieber Peter, kein Hindernis. Ganz im Gegenteil.

 

Empfangen wurden wir mit einem ordentlichen "Männerfrühstück", es gab Rippchen und gute Gespräche.

Anschließend konnten wir das "kleine" Taubenparadies samt gehaltenen Ziergeflügel, besichtigen. Neben den Luzerner Goldkragen, gab es noch die ein oder andere Art, welche sich uns in einwandfreien Haltungsbedingungen zeigte, so u.a. die Europäische Feldwachtel, der Graue Pfaufasan und diverse Frankoline.

 

Was für mich absolute neu war, war der Komplex der gemeinschaftlichen Anlage, welche mit vielen gemütlich wirkenden Gartenhäuschen, ähnlich der bekannten Gartensparten, hier allerdings ein anderes Anliegen als den Gemüseanbau innehat, nämlich das der gemeinsamen Haltung von Tieren in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander. Und hier ist Peter Wolff langjähriger Vorsitzender des Vereins, welcher sich damit scheinbar ein Kleinod des Zusammenwirkens von Züchter zu Züchter geschaffen hat.

 

Abschließend sei gesagt, es war ein wirklich interessanter Ausflug und bei dieser herzlichen Gastfreundschaft, da kommen wir gerne wieder! Wobei ja die nächste Jahreshauptversammlung unseres Sondervereins bereits Ende April in Wernigerode stattfindet und uns genug Gelegenheit bieten wird, auch im Harz das ein oder andere Gespräch fortzusetzen. Bei gutem Bier und viel Freude am gemeinsamen Hobby!


Es ist die Liebhaberei der jeweiligen Rasse, welche uns Züchter zusammenführt.

 

Darüber hinaus gibt es aber auch die sogenannte Tierliebe, die wir oft nur mit Hund oder Katze verbinden. Sie ist die Bindung von Mensch und Tier und gerade bei der Haltung von Geflügel, müssen solche Bindungen wohlüberlegt sein. Denn ohne dem sogenannten "Selektieren", wird wohl kaum ein Züchter über die Runden kommen.

 

Eine Handaufzucht mit besonderer Prägung aber (unabhängig vom Rassewert), welche auch so gar nicht mehr vom Züchter weichen will, wird wohl dagegen steinalt werden und sich auch so manche Streicheleinheit abholen können.

 

Ansonsten werden meine Tauben bis zur stattfindenden Europaschau Ende Dezember, noch optimal mit Eiweiß-reichem Futter versorgt, welches anschließend immer mehr mit Gerste gestreckt wird. Denn dann herrscht bis zum Anpaaren im Februar erstmal Ruhe im Schlag und einer Verfettung soll damit möglichst vorgebeugt werden.

 

Ab Januar werde ich dann auch das Futter wieder einmal wöchentlich mit Weizenkeimöl anreichern, welches für eine optimale Fruchtbarkeit (Vitamin E) sorgen soll.


"Deutscher Meister" auf Luzerner Goldkragen ohne Binden 2016!


Farbintensitäten der Schwanzbinde von Luzerner Goldkragen

Nach der Kopfstudie meiner Goldkragen, möchte ich an dieser Stelle die Farbintensitäten der Schwanzbinde etwas näher erläutern.

 

Hier ist Farbe nicht gleich Farbe und Binde nicht gleich Binde!

 

Als ich vor etwa 4 Jahren meine ersten Luzerner Goldkragen bekam, so kamen diese nahezu von ein und demselben Züchter, welcher mit seiner Zucht eine ziemlich helle Linie vertrat. Hier wurde weitesgehend auf das Einkreuzen mit Bindigen verzichtet und dennoch auf diversen Ausstellungen über lange Jahre auch erfolgreich ausgestellt bzw. wurden diese recht hellen Tiere dort auch hoch bewertet.

 

Das nun völlig auf das Einkreuzen mit bindigen Tieren verzichtet werden kann, ist auf Dauer keine Lösung bzw. wahrlich kein Erfolgsrezept. Irgendwann wird aus der Mehlfarbe ein Weiß und auch die Schwanzbinde scheint sich dabei völlig aufzulösen.

 

Dennoch muss bei sehr hellen Typen auch die Farbintensität der Binde im Gesamttypus berücksichtigt werden, denn so ein im ganz allgemeinen aufgehellter Typ, hat logischerweise auch keine all zu dunkle Schwanzbinde mehr vorzuweisen.

Dagegen ist bei den farblich dunkleren bzw. intensiveren Typen, eine dunkle Binde eine wünschenswerte Vorraussetzung.

Bei denen sind es meiner Erfahrung nach auch eher andere Probleme, und zwar die Aufhellungen unter den Schwanzbinden bzw. der Verdacht auf ein Einschleichen von Spiegelschwänzen. Hier gilt es entgegenzuwirken und was bisher noch bis zur dritten Feder (von außen nach innen, ab der aufgehellten Außenfahne der Ortfeder), gedultet wurde/wird, gilt einer besonderen Obacht des Züchters.

 

Meiner Meinung nach sollte diese interne Reglung auch beibehalten werden, denn gerade die hellen Täuber "kämpfen" damit noch des Öfteren und können nur Schrittweise auch verbessert werden.

Der Spagat zwischen dem gewüschten sehr hellen hohligen Typ, wohl aber mit gleichmäßiger Mehlfarbe und ausreichender Farbintensität in der Schwingen- und Schwanzfarbe, ist nur dann machbar, wenn auch etwas Spielraum gegeben ist.


Was füttert ihr?

Fast nichts ist in der Tierzucht so wichtig wie ein gutes Futter (Punkt)!

 

Mit Sicherheit hat auch hier wieder jeder Züchter ein anderes "Erfolgsrezept" - doch begründbar muss es sein. Und während die Gesundheit der Tauben von vielen Faktoren abhängt, so trägt vor allem eine abwechslungsreiche Ernährung im Wesentlichen dazu bei.

 

Gut ernährte Tauben zeigen es dem Züchter förmlich, sie haben zwar nichts auf den Rippen, dafür aber auf dem Brustbein und lassen ein gepflegtes Gefieder erkennen. Aber vorsichtig: fett-gefütterte Tauben sind dabei nicht gemeint, hier entscheidet nur die Futtermenge, nicht aber die Qualität des in Maßen verabreichten Futters!

 

Nach langer Suche und des Ausprobierens, habe ich mich nun für die Futtersorte "Show Special - Mix" von der Firma VERSELE LAGA entschieden.

Dies soll auch keine "Schleichwerbung" sein, sondern ganz einfach "das Kind beim Namen nennen", welches in diesem Fall für eine sehr zufriedenstellende Versorgung meiner Tauben steht.

Die andere und bis dato verfütterte Sorte bzw. Firma, welche viele vom VDT her beworben kennen, hat leider des Öfteren die Sorten-Zusammensetzung geändert und gab beim Öffnen des Futter-Sacks, mehr als nur einmal eine "böse" Überraschung preis. So waren die Maiskörner für Mittelschnäblige Rassen das eine mal zu groß (auf Anfrage hieß es: "der kleinere Mais wurde nicht geliefert") und bei einem anderen Mal, da wurde neben gelben Mais auch Roter verwendet.

Bei einem stattlichen Preis von knapp 20 Euro/je 25kg, dürfte so etwas nicht ohne vorherige und deutlich ersichtliche Ankündigung/Info an den Verbraucher geschehen.

 

Das folgende Ergebnis war, dass diese roten Maiskörner den zarten Augenrand meiner Tauben gelblich verfärbt hatten. Was gerade bei vielen anderen Rassen längst bekannt und damit manchmal auch gewollt beeinflusst wird oder aber gänzlich vermieden werden soll, ist somit auch bei den Luzerner Tauben möglich. Und als der rote Mais nach einigen Wochen komplett verfüttert war, fiel mir auch das Verschwinden dieser ohnehin unerwünschten gelblichen Farbintensität auf bzw. der Zusammenhang mit dem roten Mais als wirkliche Ursache dafür.

 

Meine Hauptmischung besteht nun aus dem Show - Special Mix von VERSELE LAGA, einmal mit und einmal ohne Mais (Mischverhältnis dann 1zu 2) welches ich von Henning Schlömer - Landhandel und Futtermittel (anklicken) in Veckenstedt beziehe, darüber hinaus mische ich noch frischen Weizen (ebenfalls regional von einem Bauern erworben) und einen kleinen Teil Haferflocken mit hinzu. Im Winter auch noch Gerste.

 

In dieser Sortenmischung gibt es auch einen Anteil von Pellets, welche schneller als diverse andere Körner verdaut werden. Was gerade im Winter von Vorteil ist, nämlich dann, wenn nach einer kalten Frost-Nacht aufgezehrte Reserven schnell wieder aufgefüllt werden müssen. Einen weiteren Vorteil gibt es auch in der Zucht-Saison, hier sorgen die im Kropf aufquellenden Pellet für eine rasche Futter-Weitergabe an die Jungen.


Die Schauen stehen bevor und nun gilt es die Tauben bis dahin und selbstverständlich auch darüber hinaus, gesund zu erhalten. Das Bangen um den Verlust mancher Feder hält sich dabei noch in Grenzen, vielmehr ist es tatsächlich die kommende nass-kalte Witterung, die Sorge bereiten könnte.

 

Doch optimal versorgte und nicht überbesetzt gehaltene Tauben, dürften auch diese immer wiederkehrende "schlechte" Witterung mit ein bis zwei "Tricks" gut überstehen.

 

Licht ist z.B ein Faktor und da es inzwischen immer früher dunkel und auch morgens immer später hell wird, so ist schlichtweg Fenster putzen angesagt! Denn auch an nasskalten Tagen, an denen sich die Tauben nur ungern draußen in den Volieren aufhalten, gibt es damit eine optimale "Wohlfühl-Atmosphäre". Trocken und hell muss es sein - darauf stütze ich meine Herbst/Winterversorgung grundlegend.

 

Viele "Mittelchen" stehen den Züchtern auf dem Markt zur Verfügung, was wirklich hilft, wofür und wogegen es angewendet wird, auch da hat wohl jeder sein eigenes Rezept. Nur helfen bzw. funktionieren muss es.

Mein Rezept besteht "nur" noch darin, einmal wöchentlich eine Vitamingabe mit "chicktonic"zu verabreichen und 1-2 mal das Futter mit "Moorgold" samt Stullmisan-Pulver anzureichern. Beides hat bisher nicht nur viel versprochen, sondern auch gehalten - denn die Tauben sind gesund (untersuchte Kotproben belegen dies) und haben umfangreich für Nachzucht gesorgt.

 

Wünschenswert wäre nur noch ein Ausbleiben der sogenannten "Jungtaubenkrankheit".

 

Bisher hatte ich dieses "Phänomen" immer erst nach den Schauen gehabt, allerdings muss man auch davon ausgehen, dass bei allen Bemühungen um die Gesunderhaltung der Tauben, es wohlmöglich nicht alle so eng mit ihreren eigenen Pfleglingen sehen. Was heissen soll, dass die ein oder andere "Massenzucht" (Qualität durch großer Auswahl der Quantität)!?!? Wohl oder Übel die Übersicht längst verloren hat und mit Sicherheit auch Dauerausscheider von diversen Erregern ausstellt. Wobei eine gültige Impfbescheinigung noch lange nichts über den Zustand der Tiere aussagt! Natürlich kommt diese Überlegung im Eingeständnis solcher Zuchten gar nicht erst vor und ein "weiter so wie gehabt" bestimmt hier die Praxis und auch die Wortwahl.

Aber die anderen, die mehr tun wollen und ihrem Hobby viel Aufmerksamkeit schenken, denen möchte ich meine Tips auch immer öffentlich mitgeben können, denn das Nachahmen hilft wirklich allen Beteiligten. Auch dem Geldbeutel, welcher sich unnötige Medikamente dann sparen kann.

 

Ein "Übertrieben" gibt es bei der Haltung von Tauben nicht, zumindest nicht was die Hygiene betrifft. Denn diese doch recht unsauberen Tiere (zumindest was ihre Umgebung anbelangt), sind nunmal auf ihren Pfleger in dessen Obhut und den damit einhergehenden begrenzten Räumlichkeiten angewiesen. Ein völliges "sauber" gibt es nicht, aber das gesunde Maß der Ordnung, wie ich es an dieser Stelle nennen möchte, schon. Stallhygiene ist das Eine, der Überbesatz mancher Zuchten noch etwas anderes, man könnte hier auch von einer mangelnden räumlichen "Hygiene" sprechen, welche nicht nur den Pfleger, sondern auch die Tiere selbst belastet. 

 

Ein "Zuviel" als Überbesatz geht niemals mit gleichbleibender Qualität der Tiere einher, ausreichend Platz bedeutet, dass jede Taube einen gewohnten Schlafplatz findet, die selbe Futtergabe wie alle anderen am Trog zeitgleich aufnehmen kann (ohne abgedrängt zu werden) und auch ganz im Allgmeinen weniger Konkurrenzdruck erfährt. Hier gilt es den Überblick zu behalten.


Die Feinheiten der fortschreitenden Mauser werden langsam sichtbar. Und so ähnlich die Tauben für den ein oder anderen Besucher auch wirken mögen, so unterschiedlich sind sie für den Züchter.

 

Da gibt es sehr schöne Erscheinungen von der Form samt Kopfprofil, bei näherem Hinsehen allerdings, gibt es unterschiedliche Feinheiten zu erkennen.

Die einen mit einer sehr hellen und andere wiederum mit einer noch etwas dunkleren (von Altgold möchte ich dabei aber nicht mehr sprechen) Goldfarbe.

 

Auch die unterschiedlichen Farbintensitäten der Schwanzbinden lassen noch manchen Wunsch übrig, allerdings entscheidet hier ein gesundes "Mittelmaß" über weitere Zuchttauglichkeiten. Denn Selektion erfolgt bei meinen Tieren nur anhand zu erkennender grober Fehler oder aber bei gesundheitlichen Einschränkungen der Tauben. Alles andere lässt sich zum Ausgleich verpaaren und Schritt für Schritt auch verbessern.

Wobei potentielle Ausstellungs-Kandidaten mehr zeigen müssen, aber auch hier liegt ein subjektives "perfekt" im Auge des Betrachters. Denn wann ist ein hell wirklich zu hell, wann Blau im Anflug und was wäre übertriebenermaßen ein "zu dunkel" ...von was auch immer.

 

Anbei nun eine Galerie aktueller Aufnahmen mit kurzer Beschreibung beim "klick" der Bilder. Viel Spaß!


31.August und vorbei ist´s mit dem Freiflug... für dieses Jahr!

Nach dem der Habicht die erste Taube geschlagen und fünf weitere im Dorf verteilt hatte, bleibt nun der Schlag bis zum nächsten Frühjahr zu.

 

Bewundernswert war, dass die fünf Flüchtigen schon nach vier Stunden ihren heimatlichen Schlag wiedergefunden hatten. Denn oft hieß es von anderen Züchtern, sinngemäß: "Drei Dächer weiter... und aus ist´s". Doch die Heimkehrer hatten aufgrund einer Sichtbeobachtung nachweislich eine längere Flugstrecke vorweisen können, sozusagen vom anderen Ende der Gemeinde aus - bis nach Haus.

 

Neues gibt es auch von der Mauser :)

 

Inzwischen sind einige Ausstellungs-Kandidaten mit der Mauser soweit vorangeschritten, dass sich diese schon ziemlich erwartungsvoll zeigen können.


Kopfstudie

Luzerner Taube - Farbentaube. Dennoch gilt neben der Spitzkappe auch das markante Kopfprofil als ihr Markenzeichen.

 

Farbe und Form hier optimal herauszuzüchten, ja das ist wohl die Hauptaufgabe eines jeden Züchters, wobei hier (wie so oft) vieles sehr subjektiv und damit im Auge des Betrachters liegen dürfte. Am Ende entscheidet der Preisrichter.

 

Bereits an anderer Stelle habe ich schon einmal vom Kopfprofil und der Schnabelsubstanz geschrieben, doch hier scheiden sich die Geister! Sogenannte "Spitzmäuse" (Tauben mit sehr dünnen Schnäbeln) haben meines erachtens genauso wenig mit dem eigentlichen Luzerner Typ zu tun, wie zu grobe Warzen und "bullig" wirkende Köpfe (Orientalische Mövchen ohne Jabot?!?!)

 

Die folgende Kopfstudie von Luzerner Tauben, welche allesamt aus meiner Zucht stammen, soll hier die Unterschiede bildlich darstellen.

 

Manchmal hat die "Spitzmaus" eine bessere Gefieder-Farbe und auf der anderen Seite, der optimale Luzerner Typ eine aufgehellte Schwanzbinde. Hier versuche ich auszugleichen.

 

Anmerkung: Unter den Bildern (per Klick vergrößerbar) steht als Text beispielsweise "Taube A" oder "Taube B" mit kuzer Anmerkung usw. (um hier richtig zuordnen zu können). Es handelt sich bei allen Tauben um männliche Tiere.

 



Freiflug!

Im ersten Lebensjahr bekommen meine jungen Tauben Freiflug.

 

Nach meiner Einschätzung gibt es damit seltener Probleme mit der sogenannten "Rückendeckung". Logisch, denn die Muskulatur der Tiere wird durch diese Form der Bewegung optimal trainiert.


Richtig kreuzen und nicht "verkreuzen" !!

Hier scheint es zumindest in die richtige Richtung zu gehen.

 

Merkmale die mir bei diesem Kreuzungstier in der F2 Generation schonmal gut gefallen, der feine Kopfzug samt gut erkennbarer Schnabelsubstanz, der gewinkelte Stand, die dunkle Schwanzbinde (noch vor der eigentlichen Mauser) und die hochangesetzte Spitzkappe.

 

Sollte es Nachfrage seitens der Schweizer Taubenfreunde nach den Eltern geben, gebe ich gern einige Tiere der F1 ab.

 

 

 

 

 

 


Habicht, Sperber und Co.

Fast nichts wird unter Geflügelzüchtern so hitzig diskutiert, wie das "Problem" mit den Greifvögeln. Hier herrscht ausnahmsweise Einigkeit vor.  Wirklich?

Zumindest mehren sich derzeit  die Forderungen nach Abschuss und Beschwerde bei den zuständigen Unteren Jagd- und/oder Naturschutzbehörden. So liest man in Fachzeitschriften der Brieftaubenzüchter, aber auch in bestimmten Foren von und über Geflügelzucht, dass Habicht, Sperber und Co. "überhand nehmen würden" und das unser Rassegeflügel, wie auch Brieftauben und ja sogar die Singvogelwelt, dezimiert werden.

 

Aber ist das wirklich so? Ja und Nein!

 

Die Argumente der Diskutierenden beginnen oft mit "früher war.." und enden mit "heute ist..." und ja, es ist anders geworden! Nur was?

 

Jeder der sich gern und viel in freier Feldflur bewegt kommt nicht umhin, die blühenden Landschaften unserer Agrarindustrie wahrzunehmen. Gerade jetzt im Mai leuchtet fast überall das Gelb der oft riesigen Rapsfelder und wo noch nichts zu erkennen ist, wird vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt Mais angebaut. Wir sprechen hier von "Monokulturen".

"Alternative Energie" wird hier angebaut und hat im Gegensatz zu "früher" sich tatsächlich zu einem "noch mehr" verändert.

 

Potentieller Lebenraum für viele Arten wird hier genommen und gerade das "Niederwild", sprich Fasan, Hase und Rebhuhn, welche auf eine strukturierte Landschaft angewiesen sind, finden hier kaum noch ausreichend Lebensbedingungen. 

 

 

Und dazwischen?

 

Liegen die nun oft parkähnlich umgestalteten Ortschaften, welche einigen Arten inzwischen mehr Lebensraum bieten als ausserorts zu finden wäre. Und genau hier leben auch wir Menschen mit unserem Haus- und Rassegeflügel, also mitten in der "Oase" dieser uns umgebenden Agrarsteppe.

 

Und die Greifvögel? Ja denen geht es seit dem DDT-Verbot wirklich besser als noch vor einigen Jahrzehnten und auch ihnen entgeht dieser Lebensraumwandel nicht.

 

Es sind neue Ballungszentren entstanden, in denen sie sich vor allem in den kargen Wintermonaten auf Haus- und Rassegeflügel spezialisieren und darüber hinaus inzwischen auch ganzjährig anzutreffen sind. Allerdings gaukeln sie mit ihrer ständigen Präsenz auch eine höhere Dichte vor, als sie in Wirklichkeit ist. Ihr Revierverhalten hat sich zu damals auch heute nicht verändert.

 

Da sich auf natürlicher Art und Weise die Beutegreifer wie Fuchs, Dachs und eben auch Habicht und Co. in ihrem Bestand anhand der mehr oder weniger vorhandenen Beutetiere selbst regulieren, ist bei einem angenommenen hohen Bestand auch viel Beute vorhanden (zumindest in den Siedlungen).

 

Und hier diese potentielle Beute in Form von Huhn, Taube und Co. zu schützen, liegt in der Verantwortung der jeweiligen Halter!

Es macht dabei auch wenig Sinn einen Habicht per erteilter "Ausnahmegenehmigung" wegzufangen, denn jede frei gewordene Lücke bzw Nische, wird erneut durch ein anderes Indiviuum geschlossen.

 

Ein weiterer Vorschlag der Züchter und Verbände: "Vom Habicht geschlagene Tauben und Hühner den Behörden melden", ist in dieser Form noch Unfug.

 

Wer prüft hier nach?

 

Wie viele von Brieftaubenzüchtern nicht abgeholte aber ihnen bundesweit gemeldete Tauben werden dann dem Habicht zugeschrieben? Dann wenn die nicht heimgekehrten Tiere die gewünschte Leisung nicht erbringen konnten, weil sie gegebenfalls bei starker Hitze und Gewitter "aufgelassen" wurden? Fallen dann als Ausgleich Habicht und Co. oder "versehentlich" auch Milan, Weihe und Bussard vom Himmel? - Ein für mich nicht eindeutig geklärter Sachverhalt und letzteres wäre auch völlig inakzeptabel.

 

Ursache und Wirkung nicht verwechseln.

 

Die intensive Landwirtschaft und die damit einhergehende Verschiebung der Verhältnismäßigkeit in Natur und Landschaft, ist in aller erster Linie unserem Kaufverhalten geschuldet, denn es soll möglichst viel und billig produziert werden und der Landwirt als Dienstleister führt dann nur noch aus.

 

Wer sich bewusst ernährt bzw. konsumiert ändert zwar nicht die Welt, fängt aber ein Stückchen weit bei sich selbst an und andere Menschen könnten diesem Beispiel folgen. Zumal hier auch die Glaubwürdigkeit der Kritiker selbst anfangen würde.

 

Die gesamte Diskussion wäre hinfällig, wenn bestimmte Zusammenhänge von vielen Haltern, Züchtern und Taubensportlern auch erkannt und begriffen werden würden. Hausgeflügel unterliegt nunmal der Verantwortung des Menschen, dieselbe Verantwortung übrigens, die auch schon für Natur und Umwelt in der Geamtheit vernachlässigt oder an wenige Bewirtschafter abgegeben wurde, an die, die die Landschaft dann so gestalten, dass möglichst im Übermaß konsumiert werden kann.

 

Hier ist dann wirklich ein "Übermaß" vorhanden, nicht jedoch bei Wildtieren wie Habicht, Sperber und Co. die sich dieser Verantwortungslosigkeit nur angepasst haben.

 

Tobias Anders

Jäger UND Taubenzüchter

 


02.04. Frühling, Sonne und Tauben

Die ersten jungen Tauben sind abgesetzt und lassen hoffen :)


Vereinsleben und Zucht

So unterschiedlich auch die Mitglieder eines Vereins sein mögen, so eint sie in der Regel ein gemeinsames Interesse. In unserem Fall, das der Schweizer Tauben.

 

Wir finden uns sozusagen nur aus einem Grund zusammen: wir wollen fachsimpeln!

 

Dass sich dabei auch das ein oder andere freundschaftliche Verhältnis unter Zuchtfreunden entwickelt, ist dann der "Chemie" zu verdanken, die hier zu passen scheint.

 

Dennoch wollen wir unterschiedlich agieren, wir wollen Preise gewinnen und Titel erringen, zumindest Anerkennung erfahren. Wer das so nicht zugibt, der übt falsche Bescheidenheit, denn Tauben halten kann jeder, züchten aber nicht!

 

Wobei diese Form der Anerkennung durchweg positiv zu sehen ist, frei nach dem Motto "die geteilte Freude ist doppelte Freude" und dazu gehört auch, den anderen Züchterkollegen je nach Ausstellungserfolg gratulieren zu können. Zu den eher weniger guten Eigenschaften (die es überall gibt), gehört der Neid - ja auch den gibt es unter Taubenzüchtern! Da werden Erfolge schlecht geredet, weil vielleicht eigene Hoffnungen nicht erfüllt wurden oder weil persönliche Abneigungen gegenüber der jeweiligen Person, dem Züchter im Raume stehen. So etwas ist in einem Verein aber nicht das Maß der Dinge!

 

Wenn ich über persönliche Erfahrungen sprechen soll, so ist mir beides schon begegnet. Da gibt es die fast immer fröhlich wirkenden Züchterkollegen, welche einem nicht nur mit der Zucht hilfreich zur Seite stehen, sondern die auch menschlich einwandfrei sind, wobei neben den Tauben hier auch mal das ein oder andere Bier im Vordergrund steht ;)

 

Auf der anderen Seite gibt es leider auch die, die wohl eine Art des Stillstandes erleben, vielleicht sogar selbst den Zenit der eigenen Zucht längst überschritten und dabei ihre anzuerkennenden Erfahrungen gegen eine Verbitterung eingetauscht haben. Denn was kann es anderes sein, wenn neue Züchter und deren gezüchteten Rassen derart schlecht geredet werden, vielleicht weil der eigene Erfolg irgendwann ausblieb? Hat sich hier wirklich die Rasse verändert oder der Züchter selbst?

 

Zucht bedeutet auch Veränderung, hin zu der stetig versuchten Verbesserung der Merkmale.

Dies geschieht sowohl mit Rasse-eigenen Merkmalen, als auch mit dem Einkreuzen anderer Rassen.

 

Doch Vorsicht!

 

Letzteres darf nicht zu einem am Standart vorbeizüchten führen. Denn schnell gewöhnt sich das Züchterauge an die neuen Lieblinge und dann hat sich der Standart nicht diesen Tieren, sondern haben sich diese Tiere wieder Schritt für Schritt dem vorgegebenen Standart anzupassen! Vielleicht liegt hier auch das Kernproblem einiger Züchter, ihre Tauben entsprechen einfach nicht mehr dem Standart und was nicht passt, wird passend gemacht, zumindest in deren Argumentation.

 

Was mich betrifft, ich gehe den vorgegebenen Weg und mein Ansporn ist es, den Ansprüchen des Standarts gerecht zu werden und damit Stück für Stück eine erfolgreiche Zucht aufzubauen.

 


Neues vom Sonderverein

Du bist an Schweizer Tauben interessiert oder hast Fragen zum Sonderverein der Züchter Schweizer Taubenrassen?

 

Dann klick hier und informiere dich über ein bewegtes Jahr aus dem Vereinsleben des SV.


25.02. Erster Nachwuchs!

Trotz der nasskalten Witterung sind die ersten Küken geschlüpft, sie sind wohlauf und das Zuchtjahr 2016 hat damit erste Hoffnungen auf eine gute Nachzucht geweckt.

 

Ab hier lege ich Wert darauf, dass ein verlängerter Tagesryhtmus im Schlag Einzug hält und so wird derzeit von etwa 18 bis 20 Uhr das Licht eingeschaltet. Mit den immer länger werdenden Tagen verschiebt sich diese künstliche Lichtquelle bis sie gar nicht mehr gebraucht wird. Sinn und Zweck des Ganzen ist die Steigerung der Fütterungszeiten, wobei meine Tauben nicht mehr Futter bekommen als sonst, sondern einfach häufiger ihre Jungen kröpfen können.

 

Um mangelnde Futterweitergaben der Elterntiere an ihre Jungen zu verhindern, füttere ich zweimal täglich in dem Maße, dass sie nur wenige Körner im Futtertrog zurücklassen. So nehmen sie diese gierig auf und füttern auch ausreichend an ihre Jungen weiter.

Sicher sind diese Tips vielen Züchtern bekannt und gängige Praxis, doch liest hier sicher auch der ein oder andere Anfänger mit, der damit auch eine Art der Unterstützung erhält.

 

In diesem Jahr lasse ich alle Zusätze für das Trinkwasser weg, wobei dies mehrere Gründe hat.

 

Wie vor einiger Zeit beschrieben, hatte ich im letzten Jahr einige Probleme mit einem zu lockeren Gefieder der Tauben, eine Erklärung dafür gab es nicht. Ein Gedanke war, dass vielleicht die ständige Ansäuerung des Trinkwassers eine Ursache dafür sein könnte.

 

Vielleicht wird dadurch der Stoffwechsel der Tauben in irgendeiner Art und Weise durcheinander gebracht bzw. negativ beeinflusst. Der Sinn der Ansäuerung ist ja der, dass der ph-Wert des Wassers dahingehend verändert werden soll, dass es diversen Keimen erschwert wird sich im Wasser auszubreiten bzw. sollen sie sich dort nicht mehr vermehren können. Sicher mag das so auch zutreffen, doch hat Leitungswasser regional bedingt unterschiedliche ph-Werte, wobei hier die Dosierung der einzelnen Produkte sehr unterschiedlich ausfallen dürfte. Und wer prüft hier wirklich nach?

 

Medikamente werden langen Tests unterzogen, bevor sie zum Einsatz an Mensch und Tier kommen.

 

Bei derartigen chemischen Produkten, kommt es dagegen nur auf Erfahrungswerte an und bei den vielen Anbietern und Zusammensetzungen, fallen diese sehr unterschiedlich aus.

Wirkliche lange Erfahungen über die Anwendung sind mir nicht bekannt. Von daher denke ich, dass jedes Tier auch ein Recht auf frisches Wasser hat und derzeit wechsel ich die Tränken alle zwei Tage und im Sommer jeden Tag. So sollte das Ansteckungsrisiko mit diversen Keimen ebenfalls minimiert werden. In dieser Zeit habe ich immer mehrere Tränken zur Verfügung, wobei die Gebrauchten mindestens 24 Stunden abtrocknen bzw. in der Sonne hängen sollen.


13.02. Es wird gebrütet

Zwölf von Fünfzehn Paaren sitzen bereits auf ihrem Gelege und auch die diesjährige Befruchtung scheint mehr als zufriedenstellend zu sein.

 

So war bisher nur ein Gelege komplett und bei 3 weiteren jeweils nur ein Ei nicht befruchtet. Ich denke für die erste Brut ein ganz guter Start und in Hinblick auf die Vorbereitung dazu, habe ich wohl alles richtig gemacht.

 

Die Tauben wurden optimal versorgt und sind sehr vital!

 

Übrigens, ein kleiner Tip für die Behebung leichter Darmstörungen der Tauben (wenn kein Erreger vorliegt und es trotzdem zu dünnen Kot kommt), so habe ich durch Zufall ein sehr wirksames Mittel entdeckt: "Stullmisan", welches eigentlich für meinen Hund bestimmt war, aber laut der Packung auch für diverses Geflügel eingesetzt wird und so habe ich es bei meinen Tauben ebenfalls ausprobiert und ein fast schon sensationelles Resultat sehen können. Einfach das Futter anfeuchten (Weizenkeimöl oder ähnliches) und etwas von dem Pulver dazugeben.


27.01. Angepaart


Wenn die Rede von der Schnabelsubstanz ist...

Laut Standart, ( der Bibel der Rassegeflügelzucht) steht zum Schnabel geschrieben: "knapp mittellang, an der Basis kräftig, Unter- und Oberschnabel gleich stark, hell bis hornfarbig, die V-ähnlichen Warzen mäßig entwickelt." Daran gibt es nichts zu rütteln, allerdings gilt es auch hier richtig zu interpretieren.

 

Wenn ein spürbarer Trend zu mehr Schnabelsubstanz geht bzw. dieser gerade bei den Goldkragen gefordert wird, so ist dies sicher richtig und bei eingen Tauben notwendig. Allerdings dürfen "grobe Warzen" wie sie inzwischen bei einigen anderen Luzerner Farbenschlägen zu finden sind (mir fallen da spontan einige der einfarbig Weißen ein) nicht mit einem "mehr an Schnabelsubstanz" verwechselt werden.

 

Auf dem Bild erkennt man eine meiner Täubinnen, zwar wirkt der Schnabel hier als solches etwas "klein" aber die realen Proportionen dieser Taube sind eher kräftig und im Vergleich mit der Abbildung des Standarts, sollte der Schnabel diesem annährend so auch entsprechen.


Leipzig 2015

Am Ende der LIPSIA 2015 lässt sich sagen: Es hat Spaß gemacht!

 

Nicht nur die Tiere begeisterten, sondern auch das erlebte Drumherum in den eindruckvoll gestalteten Messehallen und nicht zu vergessen, die vielen Züchter-Gespräche am Rande der Schau.

Die, die manche Gemeinsamkeit hervorhoben und vor allem deutlich machten, dass nur geteilte Freude doppelte Freude bedeuten kann.

 

Mit meinen 6 ausgestellten Tauben konnte ich mehr als zufrieden sein. 1x hv96, 2x sg95, 2x sg93 und 1x g92, wobei dieses "gut" mit 92 Punkten einer "zu aufrechten Haltung" entsprach und da bekanntlich die Momentaufnahme in der Bewertung zählt, Pech gehabt.

 

Gratulation geht an dieser Stelle auch an Zfr Pfeiffer, welcher als einziger ein V97 unter den hohligen Luzerner Goldkragen errang. Und natürlich an den neuen Deutschen Meister auf Luzerner Goldkragen ohne Binden, Richard Edmüller.

 


03.10. Jungtierbesprechung des Ortsvereins Veckenstedt

Bei bestem Wetter fand am 3. Oktober die jährliche Jungtierbesprechung des Ortsvereins Veckenstedt statt, in dem auch ich Mitglied bin.

 

Vorgestellt wurden unsere diesjährigen Nachzuchten, so u.a. Große Italiener, Zwerg-Wyandotten, Sebrights, Sachsen-Enten, Pommernkröpfer und  diverse Trommeltauben.

 

Der anwesende Zucht- bzw. Preisrichter Jens Bartsch nahm sich für jedes Tier entsprechend Zeit und vermittelte den interessierten Züchtern die ersten fachlichen Eindrücke des diesjährigen Zuchtstandes. An dieser Stelle lieber Jens - Herzlichen Dank für deine detailierten und interessanten Ausführungen!

 

Die diesjährige Besonderheit war eine schmackhafte Schweinkeule, welche an einem Spieß direkt vor Ort kross gebraten wurde - eine echte Gaumenfreude! Auch hier - Vielen Dank an den Ausrichter Tobias Schardt!


28.09. Zu Besuch bei...

Wohl jedem Züchter der Schweizer Tauben ein "Begriff" und auch über die Landesgrenzen Deutschlands bekannt, der Edmund Kutscherauer (klick). Und an diesem Wochenende hat es u.a. auch mich zum bekannten Edmund nach Bayern verschlagen und so ging es samt Freundin in einer sechs Stündigen Autofahrt in Richtung Regensburg bzw. genauer gesagt nach Reisbach.

 

Empfangen wurden wir von einem wirklich sehr freundlichen und aufgeschlossen Taubenzüchter, dem man es schon nach wenigen Minuten anmerkt, dass dieser die Leidenschaft der Rassetaubenzucht voll und ganz zu repräsentieren vermag.

 

Die vielen Preise in allen denkbaren Variationen, sprechen von einer langjährigen züchterrischen Leistung und gewissermaßen auch von einer "Aufopferung" für dieses geliebte Hobby, welches hierdurch die entsprechende Anerkennung erfährt. Jemand der an dieser Stelle neidisch wird, ist fehl am Platz, denn nur geteilte Freude ist wahre Freude und gerade was von vielen Aussenstehenden eher belächelt wird (Tauben halten/ausstellen/Preise gewinnen?!?) ist für uns eine Liebhaberei, die sich nicht zuletzt auch aufgrund der vielen Gleichgesinnten erhält und speist.

 

Neben dem Fachaustausch mit Herrn Kutscherauer lernten wir auch Heinrich Niederklopfer (Präsident des Klub´s der Schweizer Taubenrassen) kennen, welcher zufällig anwesend war.

 

Was mich besonders interessierte, war neben der vorhandenen Zucht, auch die Meinung zu den Aufhellungen in den Schwanzbinden der Tauben, was vorallem die hohligen Luzerner Goldkragen betrifft. Natürlich ist die Erkenntnis nicht neu, dass es sich hier bei den hohligen Luzernern um einen aufgehellten Farben-Typ/Schlag von Tauben handelt und hier dennoch dem entgegengewirkt werden muss/soll, doch angesichts der Vielzahl der "Baustellen" bei unseren Tauben (bis sie denn ein v oder ein hv erreichen), herrscht auch hier die Meinung vor, nicht völlig abzurteilen! Gerade dann nicht, wenn diese Aufhellungen nur minimal und zu den übrigen positiven Merkmalen der jeweiligen Taube, noch verhältnismäßig gering ausfallen. Natürlich sind damit keine eventuellen vorhandenen Spiegelschwänze gemeint!

 

Alles in Allem hatte sich der Ausflug für uns gelohnt und man kann sich nur wünschen, dass es auch in Zukunft genügend "Tauben-verrückte" Menschen geben wird, damit so manches Fachwissen nicht ausstirbt und wie schon so oft von mir erwähnt: dieses schöne Hobby nicht verloren geht.

 


Egal ob "alt" oder "jung", ...am Ball bleiben! bzw. bei den Tieren.

Warum ein sinnvolles Hobby so wichtig ist? Weil die freiwillige Beschäftigung nicht nur fit sondern auch die Gemeinschaft fördert.

 

Vielleicht wundert sich auch der ein oder andere an dieser Stelle, warum ich neben der eigentlichen Thematik der Tauben, auch noch die allgemeinen "Begleiterscheinungen" kommentiere, ganz einfach - es sind die richtigen Argumente für ein gemeinsames "am Ball bleiben" für ein Hobby, welches so auf Dauer nicht allein machbar wäre.

 

Ab und an liest man ja "wegen Zuchtaufgabe gebe ich ab..."

Warum Zuchtaufgabe? Altersbedingt, Krankheit, zu viel Arbeit, Stress, ein zu geringes Einkommen?

 

Natürlich kann jeder für sich selbst entscheiden was ihm Freude bereitet und wann es Zeit ist von etwas loszulassen und für manche Gründe wie eine schwerwiegende Krankheit, gibt es gar keine Diskussion oder Nachfrage. Doch dann gibt es auch noch dieses "keine Zeit mehr" oder "alles abgeschafft..." ja einfach so - welches oft von älteren Menschen zu hören ist, die ihr eigentlich unbeschwertes Rentenalter erreicht haben und dann "lieber" mit dem Fahrrad mehr als 2mal täglich den benachbarten Feldweg auf und abfahren. Und an dieser Stelle wird mir sicherlich so manch einer zustimmen, wenn ich behaupte, es fehlt hier ganz offensichtlich an einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung!!

 

Ein Züchterkollege, welcher am Stammtisch ähnliches Vorhaben verlauten lässt, sollte doch bitte gleich von den übrigen Vereinskollegen dahingehend "gemaßregelt" werden (natürlich nur mit dem Hinweis), dass er und sein Mitwirken für die Gemeinschaft unverzichtbar sind, was ja auch stimmt.

 

Gerade bei Nachwuchs-Problemen, ist fast jeder Rassegeflügelverein auf jedes einzelne Mitglied angewiesen und niemand tut sich wirklich einen Gefallen, wenn er denn sein geliebtes Hobby "an den Nagel hängt". Es geht dabei nicht um "mehr Zeit haben" sondern einfach darum wie diese Zeit sinnvoll gestaltet wird.

 

Im Übrigen zählen viele junge Züchter auf den erfahrenen Rat der älteren Kollegen und sehen sie damit als unverzichtbar an!! Und an dieser Stelle möchte ich auch einen recht herzlichen Dank an Zfr. Detlef Wille und Willi Geye senden, die mit Tips und Ratschlägen aus ihrer langjährigen Erfahrung, immer ein offenes Ohr für mich hatten!

 

Und wie kann man dem Nachwuchs-Problem nun entgegenwirken?

 

Vor kurzem laß ich auf einer Seite der Schweizer Kollegen (klick hier) von einer wirklich beispielhaften Mitglieder-Hilfsaktion. Neuzugängen, die noch nicht die finanziellen oder räumlichen Mittel haben um eine eigene Zucht betreiben zu können, wird angeboten, hier u.a. mit einem zur Verfügung gestelltem Raum bzw. Taubenschlag Abhilfe zu leisten. Wortwörtlich heisst es dort:

 

"Angebot für Jung- und Neuzüchter: 

 

Willst du Taubenzüchter werden aber die Anschaffung ist dir zurzeit nicht möglich? Dann kannst du vom Verband "Rassetauben Schweiz" einen Taubenschlag mit Voliere beantragen. Die Anlage ist für etwa 25-30 Tauben ausgerichtet und kostet Fr. 3500.00. Du kannst das Ganze für 10 Jahre mieten und anschliessend geht es in dein Eigentum über. Die Miete pro Jahr beträgt Fr. 350.00. Solltest du nach ein paar Jahren die Taubenzucht aufgeben, dann geht die Anlage zurück an den Verband oder du bezahlst die Restsumme. Wir hoffen euch mit diesem Angebot den Einstieg in die Taubenzucht zu erleichtern und freuen uns, wenn ihr davon Gebrauch macht.

 

Gesuch an: Rassetauben Schweiz Präsident Erwin Bär Sägestrasse 2, 8274 Tägerwilen "

 

Warum ist so etwas in Deutschland nicht möglich? Oder habe ich von solchen Aktionen bisher einfach nur nichts gehört? Von einem recht guten organisierten Dachverband wie dem BDRG, könnte man doch eigentlich so etwas auch erwarten! Oder?


12.09. Jungtierbesprechung des SV´s Schweizer Tauben in Langeln

Bei der diesjährigen Jungtierbesprechung des Sondervereins Schweizer Tauben, wurde auch in diesem Jahr wieder eine doch recht beachtliche Anzahl von Tauben und Rassen vorgestellt. Neben einer guten Beteiligung der Mitglieder war es vorallem Zfr. Pfeiffer, welcher sich in seiner Funktion als Preisrichter die Zeit nahm, um jede einzelne Taube den anwesenden Mitgliedern näherzubringen. So wurde gemeinsam in einer Diskussion mit den anwesenden Züchtern auf Wünsche, Vorzüge und auch auf Mängel der Tiere hingewiesen bzw. darauf ins Detail eingegangen.

 

Eine besondere Überraschung war es dann für mich, als eine der beiden von mir erzüchteten und vorgestellten Tauben, sinngemäß als "bestes Tier der Jungtierbesprechung" gekürt wurde. Einen "zweiten Platz" erhielt eine schwarz-weiß-gesäumte Luzerner Taube von Zfr. Detlef Wille - Gratulation!

 

Wobei auch die übrigen Tiere von einer sehr guter Qualität waren, ist es insbesondere für mich ein gutes Zeichen mit meiner Zucht auf dem richtigen Wege zu sein. Eine gute Zucht braucht eben Zeit und einige geäusserte Wünsche an meinen Tauben, habe ich natürlich ebenfalls zur Kenntnis genommen und werde daher (um dem gewünschten Zuchtstandart noch näherzukommen), in den nächsten Jahren genau darauf hinarbeiten.

 


Probleme mit welligen Federn... wer kennt´s ?

Immer wieder dasselbe und auch zur gleichen Zeit, dann wenn im Herbst die jungen Tauben aus einem völlig glatt erscheinenden Jugendgefieder in ihr Adultes wechseln, bekommen einige Tauben wellige Federn.

Genauer gesagt sind es Halbdunen bzw. sind es Federn im Deckgefieder (auf den Schwingen/nicht die Schwingen selbst), die an der Spitze der Fahne leicht wellig werden.

 

Laut Nachfrage an einige andere Züchter von Luzerner Tauben, sind es wohl mehr oder weniger die aufgehellten Rassen, die diese Abnormalität aufweisen. Also auch kein Einzellfall.

 

Feuchte Witterung? - (dieses Jahr hatten wir einen sehr trockenen Sommer), falsche Fütterung? - (es wird optimal gefüttert), Genetik? - (eventuell?), Medikamente? - (in diesem Jahr nur eine Trichomonaden-Kur), schlechter Allgemeinzustand? - (kann ich aufgrund der ersichtlichen Vitalität und laut eines aktuellen Laborbefundes ausschließen)!

 

Was dann?

 

Aktuell probiere ich es mit flüssigen und hochkonzentrierten (nicht hochdosierten) Vitaminen vom Tierarzt. Darüber hinaus ziehe ich die betroffenen Federn und kann so durchaus "Erfolge" verbuchen. Die dann neu-geschobenen Federn sind meist korrekt ausgebildet. Wobei einige positive Veränderungen schon kurz nach dieser besonderen Vitamingabe ersichtlich wurden.

 

Sind es also tatsächlich fehlende Vitamine, die ihnen hochwertige Futtermischungen so nicht geben können? Liegt es vielleicht daran, dass die Tauben nicht mehr feldern und sich so nicht mehr ihre natürlichen Zusätze holen können? Welche Faktoren spielen hier nun wirklich eine Rolle?

 

Da nicht alle Tauben betroffen sind, würden mich hier die Erfahrungen anderer Züchter sehr interessieren!

 


Zu Gast bei...


 - meinem Zuchtfreund Gunnar Twellmann aus Veckenstedt. Wir kennen uns bereits seit der gemeinsamen Schulzeit.

 

Gunnar selbst ist ein Familienmensch, verheiratet und Vater zweier kleiner Kinder.

Viel Zeit für sonstigen Urlaub, der es auf ferne Reiseziele abgesehen hat, bleibt ihm nicht.

Mit seiner Zuchtanlage hat er sich sein eigenes Ausflugsziel geschaffen, welches jedes Züchterherz höherschlagen lässt. Auch die Kinder und seine Frau wissen den engen Kontakt zu den Tieren zu schätzen und was ist schöner, als Kinder mit allerlei Tieren aufwachsen zu sehen?

 

Auch hier wird den Kindern frühzeitig vermittelt, dass einige Tiere auch gegessen werden. Zwar wissen sie noch nichts von dem Unterschied zu den Masthähnchen aus dem Supermarkt (die hier ein Tabu sind), doch in ein paar Jahren sollte wohl daraus ein Verständnis gewachsen sein, welches die Haltungs- und Fütterungsformen klar voneinander unterscheidet. Hier müssen sie jedenfalls nicht zu Vegetariern werden. Und wer weiss, vielleicht werden sie ja selbst einmal zu Jungzüchtern.

 

Neben allerlei Ziergeflügel findet man bei Gunnar diverse Rassen von Hühnern, Enten, Gänsen und Tauben vor. Ein wahres Eldorado der Geflügelzucht und es wundert doch schon sehr, dass hier noch keine Redaktion einer fachbekannten Zeitungen den Weg herfand, Zeit wird´s.

 

Gunnars Hauptaugenmerk liegt auf den Hochbrutflugenten, danach lässt sich nur schwer ableiten, welche die Zweit- Dritt- oder Viertrasse bei ihm ist. Doch bei aller Vielfältigkeit in seiner Anlage, muss man ihm doch zugestehen, alles im Griff zu haben. Wer hier viel Unrat sucht, der ist bei ihm an der falschen Adresse gelandet.

 

Züchterbesuche sind hier gern gesehen, Eigenbrödlerei und Geheimniskrämerei gibt es bei Gunnar nicht und so war mein heutiger Züchterbesuch in und aus nächster Nähe, mehr als nur interessant.  Veckenstedt, den 30.08.2015


Meine Luzerner! Per Klick vergrößerbar ;)

Auf den Bildern ist ein junger Tauber von diesem Jahr zu sehen, wohl einer meiner Besten aus 2015 und schon auf einem aktuellen Gelege. Für die Ausstellungen werden diese zwar nichts mehr aber für die Zucht und bei diesen Genen, ist es ein Versuch wert!

 

Auch zu sehen ist eine junge Täubin, die mir farblich und auch von der Form sehr gut gefällt.

Dahinter folgt mein Mix für die Zucht. Ich hoffe, dass ich 2017 daraus meinen ersten "Prototyp" vorstellen kann. Dabei habe ich es vorallem auf die Schnabelsubstanz und den Kopfzug abgesehen, welchen ich auf die Goldkragen übertragen möchte. Gerade die anderen Luzerner Tauben, darunter auch die Elmer, zeigen auf, wie die Köpfe laut Standard aussehen müssten (was bei den Goldkragen !teilweise! nicht der Fall ist).

 

Hier möchte ich verbessern.

 

Farblich dann wie bisher, zarte Mehlfarbe, genügend Farbstoff in Schwingen und Schwanz, vielleicht etwas leuchtender im Brustgold und etwas hellere Schnäbel, aber nicht zu Lasten des sonstigen Farbstoffes im Gefieder (wie von mir schon einmal beschrieben).


Tauben...Tauben und nochmals Tauben...

Vaters Tauben.

 

Nachdem er langjährig den Brieftaubensport betrieb, hier jedoch vor knapp zwei Jahren an einem Punkt angelangt schien, der es unmöglich machte noch eine Zufriedenheit zu verspüren, sollte es etwas anderes sein.

 

Seit dem haben es ihm die Niederländischen Schönheitsbreiftauben "angetan". Warum auch nicht.

Den Brieftauben kommen sie sehr nahe.

 

Und während andere Brieftaubensportler still und heimlich kapitulierten, macht ihm diese neue Orientierung weiterhin viel Freude.

 


Zucht, Auslese und die eigene "Linie"

Spätsommer und damit sind nun auch die ersten jungen Tauben in ihrer Mauser so weit fortgeschritten, dass man entweder ihre Vorzüge oder die Mängel erkennen kann.

Interessant sind die Unterschiedlichkeiten, so passt bei der einen die Farbe jedoch nicht die Form oder umgekehrt und andere wiederum lassen auf die kommende Ausstellungssaison hoffen.

 

Jemand der ernsthaft eine Zucht betreibt, wird wissen, dass man um Auslese nicht herumkommt. Es gehört mit dazu, die weniger guten Tiere die wir selbst so beurteilen, zu selektieren. Selektion bedeutet aber nicht die Tiere zu verkaufen, die fehlerhaft sind, hier sollte Fairness bzw. kameradschaftliches Verhalten der Züchter vorbildlich sein!

Einerseits verschafft uns die Selektion den Platz, den wir für einen gesunden Taubenbestand weiterhin benötigen (wir vermeiden einen Überbesatz) und natürlich um die von uns gewünschten Merkmale der Tauben zu festigen. Wir fördern also die Taubengesundheit, die Rasse und sogar eine eigene Linie.

 

Diese "Linie" lässt sich dadurch erkennen, dass die Tauben eines bestimmten Züchters (umso länger er mit seinen eigenen Tieren züchtet) sie sich untereinander ziemlich ähnlich sehen. Hier ist wohl viel züchterisches Können mit im Spiel und dieses setzt einige Jahre Zucht vorraus.

 

Natürlich gibt es auch die, die jedes Jahr zuhauf sehr gute Tauben einkaufen und damit wett machen wollen, was sie selbst nicht zu Stande gebracht haben. Niemand hat etwas gegen Blutauffrischung, aber eine eigene erfolgreich geführte Zucht, hat auch etwas mit Geduld und Beharrlichkeit zu tun.

 

 


Liebe Besucher!

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für die privaten Zuschriften bedanken!

 

Es ist gut zu wissen, dass unser Hobby viele Gleichgesinnte hat und völlig ohne Vorurteile auskommen kann. Und die, die mich persönlich kennen, wissen, dass ich mit viel Engagement und Herzblut ein kameradschaftliches Verhältnis pflege. Dies betrifft nicht nur die Taubenzucht, sondern auch die Kreisjägerschaft, den Landesjagdverband Sachsen-Anhalt sowie meine Freunde aus dem Deutsch-Kurzhaar-Verband.

 

Viele dieser Gemeinsamkeiten lassen sich auf unserer kulturelle Verwurzlung zurückführen. Die Liebe zur Heimat und einer sich bewussten Identität sind die Grundpfeiler für viele freiwillig wahrgenommene Aufgaben und Tätigkeiten, die uns dennoch mit den verschiedensten Menschen zusammenführen.

 

Mit besten Grüßen, Gut Zucht und Waidmannsheil

 

Tobias Anders


Nisthilfe mal anders...

Man nehme eine alte Nistschale (gepresster Kunststoff/ DDR-Restbestand) und dazu etwas Geschick und fertig ist eine Nisthilfe für Schwalben.

 

"Sommer, Hitze und so viele Mücken" - etwas ganz normales.

Viele Vogelarten leben davon und können dazu beitragen, uns die Plage-Geister vom Leib zu halten. Vorrausgesetzt, man gibt ihnen die Möglichkeit dazu.

 

Vielerorts sind die kleinen Stallungen verschwunden und die Schwalben müssen ausweichen, oft dahin, wo man sie nicht unbedingt haben möchte.

 

Klar, direkt über einem Fenster können sie mit ihrem Kot viel "Dreck" hinterlassen, muss aber nicht sein. Ein darunter angebrachtes Brettchen hält den Kot zurück und noch besser ist es, ihnen dort einen Platz zur Verfügung zu stellen wo man sie alternativ haben möchte. Dazu kann eine selbstgebastelte Nisthilfe von Vorteil sein.

 

 

Und nicht zu vergessen, das Ganze dient dem Artenschutz und zeugt von besonderer Verantwortung für unsere Kulturfolger!

 

Wie immer, per Klick vergrößerbar:

 

 

 

 


03. Juli - Hitze... und ein paar Bilder der Aktualität wegen :)


Wer hätte es auch anders gedacht - Stresssituationen der Tiere auf  den Schauen bzw. auf den Ausstellungen, lassen sich durch einen engen Kontakt zum Pfleger reduzieren.


Ab und an betrete ich meinen Schlag auch mit bunten T-Hemden und egal ob leuchtendes Rot oder Gelb, die Tiere bleiben entspannt.

 

Gerade dann, wenn auf den Ausstellungen Hunderte Besucher an ihnen vorbeiströmen und man sie anschließend wieder gesund und munter mit nach Haus nehmen möchte, wird sich diese vorab Prägung wohl auszahlen.

 

Inzwischen liegt die letzte Brut in den Nestern oder bei einigen Wenigen schlüpft sie noch in den ersten Juli-Tagen.

Alles in Allem kehrt nun langsam Ruhe ein.

 

Die jungen Tauben sind kräftig am Mausern und der Schlag voller Federn.

 

Und in diesem Jahr bin ich bis zum heutigen Stand auch völlig ohne Medikamentengabe ausgekommen, die Tiere sind gesund und was will man mehr?

 

 

 


Sommer, Sonne - Badewetter!

Während der Taubenschlag drinnen gut belüftet wird, herrscht trotz der ersten ersten Hitze in diesem Jahr auch draußen eine sichtliche Wohlfühl-Stimmung.

 

Ein Bad an heißen Tagen ist ein Muss!


Die Mauser

Der 28.Mai und die ersten jungen Tauben aus diesem Jahr mausern bereits in das Adult-Gefieder.

 

Auch in dieser Zeit werden meine Tauben mit wichtigen Mineralien versorgt. Die richtige Mischung lässt sich daran erkennen, dass die Tauben diese zwar gierig aufnehmen, jedoch zu keiner erhöhten Wasseraufnahme neigen.

 

Einmal in der Woche lasse ich die Tauben baden, wobei ich einen guten Schuss Apfelessig zum frisch halten des Badewassers und zur Gefiederpflege mit dazugebe.

 

Auf den Bildern ist ein Geschwisterpaar abgebildet, man erkennt schon die Vorzüge der beiden und damit lassen sie wohl auf eine interessante und vielleicht auch auf eine erfolgreiche Ausstellungs-Saison hoffen. Das schon deutlich zu erkennende Brustgold wirkt dabei (je nach Lichtverhältnissen) unterschiedlich und bei diesen beiden Aufnahmen lag die Sonne genau auf dem Schlag, so dass es wirklich "leuchtend" wirkt.


Begrifflichkeiten und ihre Bestimmung - die Schnabelfärbung

Im Standard der Luzerner Goldkragen ist u.a. die Rede vom "hellen bis hornfarbigen Schnabel". Genaue Bilder fehlen dazu und oft ist es eine Ansichtssache, die viel Spielraum im Auge des Betrachters zulässt und somit auch in denen der Preis- bzw. der Zuchtrichter. Anhand der Bilder (junge Taube in der Mauser) ist hier deutlich zu erkennen, welche Farbvariante diese Beschreibung darstellen kann.

 

Auffällig ist, das Tauben mit mehr Farbstoff im Gefieder und der damit gewünschten Schwanz- und Schwingenfarbe, die "so dunkel wie möglich" sein soll, auch einen etwas dunkleren Schnabel aufweisen.

 

Hier geht der Kompromiss hoffentlich in die richtige Richtung, damit ein "hornfarbiger" Schnabel nicht fälschlicherweise als "ganz dunkel" und somit als ein Fehler gewertet wird.


Etwas grundlegendes zur Taubenhaltung

Jemand der im Internet interessiert unterwegs ist, lernt nicht nur TaubenFREUNDE sondern auch Menschen kennen, die unserem Hobby kritisch oder sogar ablehnend gegenüberstehen. Uns egal?


Kann und darf es nicht sein!


Nicht allein unser Stammtisch unter Gleichgesinnten entscheidet über die Zukunft der Tierhalter.


Gerade was die Tierhaltung angeht und die wachsende Sensibilisierung der Öffentlichkeit im Umgang mit ihr, so stehen auch wir Taubenzüchter im Fokus der Öffentlichkeit und haben gute Gründe uns auch einmal zu erklären.Wir müssen uns nicht rechtfertigen aber für Verständnis sorgen.


Ich selbst habe des Öfteren zu hören bekommen: "Ihr wollt perfekte Tiere züchten und was dem nicht entspricht, landet in der Tonne" oder: "Latschen, kurze Schnäbel usw. alles Quälerei."


Sicher streben wir ein Ideal an, welches uns der Zucht-Standard vorgibt aber "perfekte" Tiere? Nein, die kann und wird es auch mit uns nicht geben. Aber unser idealistisches Streben ist nicht verwerflich, es berechtigt uns ja in der Erhaltung der vielen schönen Rassen.


Mit der Tier-Ethik ist es so eine Sache. Vielen Tieren in menschlicher Obhut oder eher gesagt während ihrer Nutzung, geht es weitaus weniger gut. Sie fristen ein vorherbestimmtes Dasein in viel zu kleinen Käfigen oder Ställen und das nur zu einem Zweck, sie als "Endprodukt" zu konsumieren.


Unsere Tauben dagegen führen ein tiergerechtes Leben, auch sie wissen zwar nicht wann oder ob wir sie einmal "selektieren" aber genau hier liegt der "Knackpunkt". Genau wie wir Menschen, wissen Tiere nicht wann sie sterben werden (was im Übrigen eine Bedingung des Lebens ist) aber sie überblicken nicht wie wir Menschen ihr Leben in die Zukunft hinein, sie kennen nur den "IST-Zustand" und der sollte uns Züchtern sehr wohl am Herzen liegen.

Die Tiere sollen und müssen sich zu ihren Lebzeiten wohlfühlen und um genau dafür zu sorgen, da sind dem Pfleger keine Grenzen gesetzt. Egal ob das regelmäßig zur Verfügung gestellte Bad oder die  Reinigung der Unterkunft, es ist eine Selbstverständlichkeit für jeden verantwortungsbewussten Züchter!


Auch das eine nachhaltige "Verwertung" der Tauben mit der Haltung einhergeht, sollten wir nicht verschweigen. Für uns ist es eine kleine Art der Unabhängigkeit von der Massenware Fleisch, die sonst (von sehr vielen Menschen) einfach nur "blind" konsumiert wird.



Alles in allem müssen wir uns nicht verstecken, wir können gute Gründe "ins Feld führen" und vorallem sagen:




Tauben halten macht Spaß und bereichert unser Leben!








29.04.2015 Luzerner Goldkragen auf´s Papier gebracht

Meine Luzerner mal anders, eine Zeichnung von Lisa Pannek.

 

Auch künstlerisch dargestellt, hinterlassen Luzerner Goldkragen einen hervorragenden Eindruck und während bereits einige Ehrenbänder meine Wände verschönern, so ist diese besondere Darstellung meiner Tauben, das "i-Tüpfelchen" der Aufmerksamkeit.

 

 

Die Zeichnerin selbst, nimmt auch gern weitere Aufträge entgegen. Am besten selbst mal nachschauen und bei Interesse den Kontakt suchen. http://www.lisapannek.com/

 

 

 

 

Im Übrigen weise ich nochmals (wie im Impressum) darauf hin, dass Bilder meiner Seite nicht kopiert oder vervielfältigt werden dürfen!

 



11.04.2015 spürbarer Frühling

Wärmende Sonnenstrahlen sorgen nicht nur bei uns Menschen für ein Stimmungshoch, auch die Tauben fühlen sich sichtlich wohl.


Ein heller und gut durchlüfteter Taubenschlag in Kombination mit Freiflug oder einer geräumigen Voliere sind unverzichtbar und Grundvorraussetzung für gesunde Tauben!


Kopfstudie meiner Luzerner


05.03.2015 Was gibt´s Neues?

Die ersten jungen Tauben stehen kurz vor ihrer Berringung und bei den Paaren bei denen es im ersten Anlauf noch nicht so ganz gelingen wollte, haben mittlererweile auch ein Gelege bekommen.

 

Die Befruchtungsrate liegt in diesem Jahr bei 90%.


23.02.2015  Seit etwa vier Monaten online

Gibt es Resonanz, Fragen oder Anregungen? Ich freue mich übere weitere Zuschriften und/oder Gästebucheinträge! Stumme Leser sind willkommen, mitteilungsbedürftige noch mehr ;)


18.02.2015 Eine zweite Rasse soll es sein... Altholländische Mövchen

Durch einen offenherzigen Züchter bin ich nun in den Besitz einer Zweitrasse gekommen die im Vergleich zu manchen anderen Rassen, etwas seltener ist - Altholländische Mövchen!

 

 


11.02.2015 Ruhe ist eingekehrt

Die meisten Gelege sind nun komplett und die ersten Paare brüten bereits. Nun heisst es abwarten.

Am 5. Tag schiere ich das Gelege, denn gerade bei den ersten Bruten kommt es immer mal wieder vor, dass einige Eier unbefruchtet sind. 

Während der Brut füttere ich noch 30 % Gerste mit zu und erst kurz vor dem Schlupf der Jungen, nur noch eine Zuchtmischung mit geschälter Gerste, zusätzlich mit Weizen und Erbsen - spart Geld und macht satt!


30.01.2015 - Angepaart!

Da die Tauben in den letzten 14 Tagen in Hochform aufliefen, habe ich nun etwas früher als gedacht, meine Zuchtpaare zusammengepaart.

 

Welcher Züchter kennt es nicht, das Gefühl vom "züchterischen Aufbruch"! Dann wenn man meint, nun das Beste vom Besten zusammengebracht zu haben.

Manch eine Ausgleichspaarung ist darunter aber auch Tiere, welche hervoragende Eigenschaften gleichermaßen aufweisen und für die kommende Zuchtperiode, nun alle Erwartungen auf sich ziehen.

 

Wie man auf dem Bild sieht, sind meine Zellen farblich unterschiedlich gestaltet. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, dass die Tauben nach der ersten Öffnung leichter ihre vorherbestimmte Zelle wiederfinden. Folgedessen gibt es weniger Streit und umso schneller kehrt Ruhe ein.

 


Den "Feind" kennen und verstehen lernen

Wie man sieht, es gibt keine Berührungsängste, zumindest nicht mit diesem Habicht-Weib. Ich bin nicht nur Taubenzüchter, sondern auch Jäger und des Öfteren in Begleitung eines befreundeten Falkners unterwegs.

 

Der Konflikt der Geflügelzüchter mit der vermeintlichen "Greifvogel-Plage", ist ein schwieriges Blatt. Dennoch gilt es die Hintergründe zu verstehen.

Natürlich sind die Verluste des geliebten Geflügels nicht schön, leider aber in Verbindung mit dem Freiflug der Tauben, einzukalkulieren.

 

Oft hallt der Ruf nach Abschuss-Freigabe der Greife hinaus, Vogelschützer fühlen sich gekränkt, Taubenzüchter missverstanden.

Ist das eine Tiere mehr wert als das Andere? - Nein! Der "Wert" lässt sich auch schlecht formulieren. Die Anwesentheit der Greifvögel ist eine natürliche Daseinsberechtigung, die Haltung von Hausgeflügel dagegen eine Art von Verantwortung, die an Haus und Hof gebunden ist!

 

Und die Probleme sind tiefgründiger. In unserer Kulturlandschaft gibt es immer weniger Niederwild (Hasen, Kaninchen, Fasane, Rebhühner uvm.) und auch die Singvogelbestände variieren sehr stark.


Wer ist daran schuld? - der Mensch!


Die intensive Landwirtschaft nimmt immer mehr Raum ein und verwandelt Ackerflächen in riesige Monokulturen. Der Maisanbau für die Energiegewinnung, angeblich die alternativlose Alternative, nimmt dabei eine immer größer werdende Stellung ein.

 

Gewiss gibt es auch dazu Alternativen, siehe: http://lebensraum-brache.de/

 

Viele Greifvögel finden dadurch nicht mehr ihre natürlichen Beutetiere und in den Dörfern und Städten dagegen ein reich gedecktes "Buffet" vom Hausgeflügel. Hungern möchte niemand, auch der Habicht nicht.

 

Wir Geflügelzüchter müssen nicht wie manchmal beschrieben, "die Flinte ins Korn werfen und das Hobby aufgeben", es liegt an uns das Geflügel zu schützen. Manchmal heisst dass auch: mit der Zeit zu gehen und Vergangenem nicht hinterher zu trauern.

 Dort wo der bisher verlustreiche Freiflug in der Nähe eines Waldes liegt, erfüllt sicher auch eine großräumige Voliere ihren Zweck.


Im übrigen bekommen meine Tauben immer noch ihren Freiflug! Wer sich an einen Freiflug von April - September hält, hat weniger Verluste. Es hängt u.a. mit der Mauser des Habichtweibchens zusammen, welches beim Brutgeschäft die Schwingen wechselt und somit flugunfähig ist, in dieser Zeit wird es vom Terzel gefüttert. Aber auch mit dem größeren Nahrungsangebot, welches in den Sommermonaten vielseitiger erscheint, viele Zugvögel sind dann aus ihren Winterquartieren zurück.

 

Alles in Allem müssen Lösungen her und nicht einseitige Forderungen nach Abschuss!

 

Vogelschützer und auch die, die beispielsweise in Projekten den Wanderfalken auswildern, sollten doch bitteschön daran denken, nicht das potentielle "Futterwild" zu vernachlässigen. Die Förderung einer reich strukturierten Landschaft und der Schutz vieler natürlicher Beutetiere, sind die Grundvorraussetzung für das Überleben der Greife.

 

Auf der anderen Seite sollte auch ein Appell an die Landwirte gerichtet werden, die unter Umständen selbst leidenschaftliche Geflügelzüchter sind und ein Mitverschulden an der Misere haben.

 

Geflügelzucht funktioniert nur in Koexistenz.

 

 

 


Taubengesundheit

Des Öfteren klagen Taubenzüchter über zu weichen Kotabsatz ihrer Tauben. Gerade im Winter lassen sich auf dem Schlagboden abgesetzte Wasserpfützen finden. Grund zur Sorge? - Nicht immer.

 

Um Krankheiten bzw. verschiedene Erreger auszuschließen, empfehle ich eine Kotprobe untersuchen zu lassen. Oft handelt es sich jedoch um eine Form der "Polyurie" - es wird zu viel Harn ausgeschieden.

 

Die Tauben haben im Winter schlichtweg zu viel Langeweile und suchen ständig die Tränken auf, wobei das Wasser im Darm nicht völlig resorbiert und fast gleichzeitig wieder ausgeschieden wird.

 

Dem kann man mit Trinkwasserzusätzen wie "Avidress" (bitte anklicken) oder mit "Entrobac" (klick) von der Firma Röhnfried entgegenwirken. Die Tiere gewöhnen sich zwar auch daran, doch nach meiner Erfahrung wird der Kot fester. Auch kann man es mit Heilerde (klick) aus einem Drogeriemarkt probieren, die Tauben fressen sie ähnlich wie Taubenstein, sehr gern.

Manche Tiere leiden auch an ständiger Unruhe, erfahrungsgemäß verschwindet dieser Zustand ebenso wie der nasse Ko wenn angepaart wurde.

 

Gibt es ähnliche gesammelte Erfahrungen? Ich freue mich über Zuschriften.

 

 

 


15.01. Die Paare sind zusammengestellt! ...zumindest auf dem Papier.

Die Schauen sind "gelaufen" und das neue Zuchtjahr kann beginnen. Zumindest bald, denn trotz des milden Winter-Wetters, welches die Tauben schon in Paarungsstimmung bringt, paare ich meine Tauben "erst" Mitte Februar zusammen.

Dieser dann auch recht frühe Zeitpunkt, scheint mir dann doch noch etwas mehr der Natur zu entsprechen. Es ist nicht unbedingt die Kälte, die auch dann noch eine Rolle spielen wird, sondern die verbesserten Lichtverhältnisse die den Tauben einen längeren Tagesrythmus verschaffen.


Bis dahin gilt es noch einige Vorbereitungen zu treffen. Meine Tauben bekommen nun 1 x wöchentlich ihre Futtermischung mit Bierhefe gereicht, welche ich nun ausschließlich mit Weizenkeimöl anfeuchte, es enthält das notwendige Vitamin E für die Fuchtbakeit und bringt die Tauben in Top-Kondition. Die Kombi macht´s.


10.01.2015 Sonderschau in Langeln

Ergebnisse meiner 8 ausgestellten Tauben: 1xV97, 1xHV96, 1xSG95, 2xSG94, 2xSG93, 1xG92


Nächster Termin: Sonderschau Schweizer Tauben vom 10.01.-11.01.2015 in 38871 Langeln


Bade-Tag am 01.01.2015 


Dezember 2014

Vom 12.12. bis zum 14.12. konnten Besucher bei unserer Ortsschau in Veckenstedt verschiedenes Rassegeflügel bestaunen. Auch in einem kleineren Rahmen welcher im Verhältnis zu den Großschauen steht, lebt eine Tradition seit 1825 fort.